Geflügel grillen

Aufgrund seines geringen Fettgehaltes ist Geflügelfleisch bei ernährungsbewussten Genießern sehr beliebt. Auf dem Grill ist es vielseitig einsetzbar. Hühner, Puten, Gänse und Enten gehören zu den bekanntesten Geflügelarten. Aber auch Wildgeflügel, wie Fasane, Rebhühner oder Wachteln, finden sich immer öfter auf den Tellern wieder. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Rezepten wieder.

Was soll auf den Grill?

Welcher Schwierigkeitsgrad?

Bevorzugtes Grillgut?

Welche Geschmacksrichtung?

Irgendeine Besonderheit?

Bestimmte Zubereitungsart?

Vorhandenes Zubehör?

Gewünschte Vorbereitungszeit?

Wie lange soll gegrillt werden?

Wie viele Gäste?

Wie viel möchtest Du ausgeben?

Welche Geflügelarten gibt es?

Als Geflügel werden jene Vogelarten bezeichnet, die als Nutztiere gezüchtet werden und für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Dazu zählen Hühner, Enten, Gänse, Tauben, Perlhühner, Wachteln und Truthühner (Puten). Ebenfalls zum Geflügel zählen Wildgeflügelarten wie Fasan, Rebhuhn oder Schnepfe.

Das häufigste Geflügel ist mit Abstand das Haushuhn. Nach Frankreich ist Deutschland der zweitgrößte Geflügelfleischproduzent innerhalb der EU. Die Truthühner, besser bekannt als Puten, werden immer häufiger gehalten. Ebenso Enten. Die Gänsebestände hingegen sind rückläufig.

Welche Handelsklassen für Geflügel gibt es?

Für Geflügelfleisch sind gesetzliche Handelsklassen eingeführt worden: Handelsklasse A, B und C. Gelfügelfleisch darf nur nach diesen Handelsklassen gewerbsmäßig in Verkehr gebracht werden.

Handelsklasse A

  • Vollfleischiger Fleischansatz, Brust ist breit und lang, das Brustbein tritt nicht hervor
  • Der Fettansatz ist gleichmäßig und gering. Bei Suppenhühnern, Enten und Gänsen ist eine stärkere Fettschicht zulässig.
  • Federkiele und Haarfedern sind nur an den Halslappen, Flügelspitzen, Bürzeln und Fußgelenken zulässig. Bei Truthühner, Enten und Gänsen auch an anderen Körperteilen vereinzelt zulässig.
  • An Brust und Schenkeln keine Verletzungen, Quetschungen oder Verfärbungen zulässig. An anderen Körperstellen nur geringfügige zulässig.
  • Kein Frostbrand zulässig.

Handelsklasse B

  • Fleischiger Fleischansatz, Brustbein mäßig hervortretend
  • Der Fettansatz ist ungleichmäßig. Das Fleisch scheint nicht deutlich unter der Haut hervor.
  • Federkiele und Haarfedern bei Hühnern auh an anderen Körperteilen, ausgenommen Brust und Schenkeln, vereinzelt zulässig. Bei anderem Geflügel vermehrt zulässig.
  • Kleine Verletzungen, Quetschungen und Verfärbungen auch an Brust und Schenkeln zulässig.
  • Mäßiger Frostbrand zulässig.

Handelsklasse C

  • Geflügelfleisch, das nicht die Qualitätsmerkmale der anderen Klassen aufweist.

Fleisch der Handelsklasse C wird nur industriell verarbeitet.

Was verbirgt sich hinter dem französichen Label Rouge?

Label Rouge ist ein Gütesiegel. Vergeben wird es durch das französiche Landwirtschaftsministerium. Es ist ausdrücklich keine Handelsmarke. Ursprünglich war es ein Label für Geflügelfleisch, inzwischen wird es jedoch auch an andere landwirtschaftliche Produkte vergeben. Im ausgewählten Fachhandel und Märkten findet man das Label Rouge-Geflügel auch in Deutschland.

Die Qualitätsgarantien

  • Traditionsprodukte aus bäuerlicher Herstellung
  • Einsatz rein vegetarischer Futtermittel, die zu 75 % aus Getreide bestehen
  • Artgerechte Aufzucht, die an jeder Stelle strengen Vorschriften genügen muss. Höchstens elf Tiere dürfen pro Quadratmeter gehalten werden (bei konventionellen Methoden sind es 20 bis 25). Auslauf im Freien von mindestens zwei Quadratmetern pro Tier muss gewährleistet sein.
  • Lange Aufzucht. Label-Rouge-Hühner werden frühestens mit einem Alter von 81 Tagen geschlachtet (konventionell nach 32 bis 40 Tagen).
  • Bäuerliche Freilandhaltung. Label-Rouge-Geflügel ist im Freien auf großen, schattigen und mit Gras bewachsenen Auslaufflächen zu Hause.

 

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