Schwenkgrills

Das Schwenken, wie das Grillen auf einem Schwenkgrill genannt wird, hat seinen Ursprung im Saarland und wird dort regelrecht zelebriert und ist tatsächlich auch die übliche Form des Grillens. So ein Schwenkgrill ist eine relativ einfache Konstruktion, die Du mit ein wenig Geschick auch selbst bauen kannst. Große und stabile Schwenkgrills siehst Du häufig auf Jahrmärkten oder Volksfesten. Seit 2019 gibt es sogar eine offizielle Schwenkgrill-Meisterschaft. Ein wahres Kultgericht ist wohl das Schweinenackensteak vom Schwenkgrill. Übrigens auch eine der zu absolvierenden Kategorien bei der Schwenkgrill-Meisterschaft.

Die Qual der Wahl: Was suchst Du?

Was für ein Produkt?

Anfänger oder Profi?

Welche Art Grill darf es sein?

Bevorzugte Grillart?

Wie mobil möchtest Du sein?

Wie groß darf er werden?

Bestimmte Marke im Kopf?

Ansprüche an den Rost?

Darf es rauchen?

Anfänger oder Profi?

Etwas Konkretes?

Kohle ist nicht gleich Kohle?

Was soll gereignigt werden?

Bestimmte Marke im Kopf?

Lektüre welcher Art?

Einen Buchwunsch?

Bestimmter Autor im Kopf?

Magazin welcher Art?

Anfänger- oder Profi-Lektüre?

Was soll auf den Grill?

Welches Geflügel?

Welches Gemüse?

Welches Obst?

Welches Rind?

Welches Schwein?

Welches Wild?

Welcher Fisch?

Welche Wurst?

Gewünschte Haltbarkeit?

Bevorzugte Herkunft?

Wie hergestellt?

Existiert eine Unverträglichkeit?

Wie viel möchtest Du ausgeben?

Gott lenkt, der Mensch denkt, der Saarländer schwenkt

Obwohl das Saarland das kleinste Bundesland (kein Stadtstaat) ist, hat es mächtigen Einfluss auf die Grillkultur Deutschlands. Der Grund sind seine Schwenker, die saarländische Bezeichnung für Schwenkgrill. Für Saarländer ist das Schwenken (nicht Grillen!) die einzig wahre Zubereitung von Fleisch und fester Bestandteil der kulturellen Identität. Gemüse, vegetarische Burger oder vegane Grillwürste? Derartiges „Grillgut“ hat im Saarland Seltenheitswert und kommt eingefleischten Schwenkern nicht auf den Grillrost. Stattdessen saftige Fleischspezialitäten vom Schwenkbraten bis zum Fleischspieß.

Der Schwenker ist der, der den Schwenker auf dem Schwenker schwenkt. Kapiert? Macht nix! Der Begriff Schwenker hat im Saarland dreierlei Bedeutung: Er bezeichnet den Grill, den Grillmeister und das Grillfleisch.

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Schwenkgrills: Grillgeräte mit Tradition und echtem Mehrwert

Die Saarländer schwenken für ihr Leben gern und das ist beim Blick auf die Vorteile von Schwenkgrills nachvollziehbar. Doch zunächst zum Aufbau dieser Grillart:

  • Klassische Schwenkgrills sind von einem Dreibein geprägt, einem dreibeinigen Stativ aus Metallstangen, das sich flexibel über Feuerstellen platzieren lässt.
  • Am oberen Ende des Dreibeins ist eine Kette fixiert, an der wiederum der Grillrost hängt.
  • Bei simplen Schwenkgrills wird die Kette an einem Haken befestigt, bei aufwändigeren Modellen läuft sie über ein flexibles Laufrad.
  • Damit der Schwenker ein echter Schwenker ist, muss sich der Grillrost freischwingend drehen können. Besonders gut klappt das mit einem Kugellager an der Verbindungsstelle.
  • Die Temperatur lässt sich mit höhenverstellbarem Grillrost regulieren.
  • Als Höhenverstellung dient das andere Ende der Kette, das an einem der Metallstangen befestigt wird.
  • Eine Alternative zum Dreibeingrill sind Schwenkgrills mit Galgen. Hier hängt der Grillrost nicht mittig in einem dreibeinigen Gestell, sondern an einem galgenähnlichen Konstrukt.

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Schwenkgrill Vorteile – der schwenkbare Grillrost macht den Unterschied

Der Clou der Bauart besteht darin, dass der hängende Grillrost beweglich ist und über der Hitzequelle geschwenkt wird. Dieser Funktion hat der Schwenkgrill seinen Namen und seine Vorteile zu verdanken:

  • Effizienz: Weil der Grillrost beim Schwenken ständig in Bewegung gehalten wird, kann auf einem Schwenkgrill mit verhältnismäßig wenig Feuer viel Grillgut zeitgleich zubereitet werden. Das spart Brennmaterial.
  • Menge: Schwenkgrills sind ideal für Grillpartys. Es werden viele Esser satt. Sogar Stockbrot lässt sich nebenher über offener Flamme backen.
  • Schonend: Während Grillgut bei Grills mit feststehendem Rost über direkter Flamme fix verbrennt, ist das Risiko für verkohlte Stellen auf einem Schwenkgrill gering. Weil der Grillrost nie stillsteht, wirkt die Hitze schonender. Außerdem kannst Du mit einem Handgriff den Abstand zu Holzfeuer beziehungsweise Glut individuell erhöhen und dem Anbrennen vorbeugen. Es gibt oft keine vorgegebenen Stufen wie bei anderen Grills. Bei Ketten geben lediglich Glieder die schrittweise Einstellung der Höhe vor.
  • Geschmack: Fleisch wird auf dem beweglichen Rost gleichmäßig und wohldosiert erhitzt. Besonders zur Geltung kommt der geschmackliche Vorteil beim „Schwenkbròòde“, dem traditionell saarländischen Schwenkbraten bestehend aus Schweinenacken. Das in Scheiben geschnittene und marinierte Schweinefleisch muss relativ lang geschwenkt werden, damit es innen butterzart und außen schön kross wird. Das klappt auf keinem anderen Grill so gut wie auf dem Schwenkgrill. Zumindest laut Saarländer Schwenkergemeinde.
  • Vielfalt: Mit passendem Zubehör steht eine Welt voller Zubereitungsmöglichkeiten offen. Schwenkgrills mit Topf und Pfanne erlauben Eintöpfe, Suppen, Bratkartoffeln und vieles mehr. Multifunktionale Schwenkgrills verwandeln sich in Kochstellen, Spanferkelgrills und Feuerplatten.
  • Atmosphäre: Dass die Schwenker (Grillmeister) Feuer und Flamme für ihre Schwenkgrills sind, kommt nicht von ungefähr. Wer am Schwenker Schwenker schwenkt (am Schwenkgrill Schweinesteaks zubereitet), kann das ursprüngliche Grillvergnügen ohne Schnickschnack genießen. Es ist heiß, es knistert und das Flammenspiel garantiert optische Reize. Schwenken macht Spaß, ist gesellig und verspricht urige Grillkultur.
  • Wartungsarm: Im Vergleich zu Gasgrills oder Smoker gibt es bei der minimalistischen Grillart wenig zu putzen und zu warten. Lediglich den Grillrost musst Du sauber halten. Ansonsten kann an einem Schwenkgrill wenig kaputt gehen. Vorausgesetzt, Du investierst in langlebige Qualität.

Im Video von BBQ Altperlach plaudert Saarländer Sven der Back Burners Saar (Drittplatzierte Amateure bei der Deutschen Grillmeisterschaft 2018) aus dem Nähkästchen:

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Was Schwenkgrills nicht können

Da es kein Deckel gibt und somit keinen geschlossenen Garraum, sind Long Jobs wie Pulled Pork oder Beef Brisket auf einem Schwenkgrill nicht optimal aufgehoben. Indirektes Grillen gelingt nur bedingt. Wind kann das Erreichen des Garpunkts verzögern und Funkenflug verursachen.

Schwenken dauert zwar länger als das direkte Grillen auf Holzkohlegrills, mit etwas Übung meisterst Du aber viele Herausforderungen. Dass es für große Fleischstücke nicht zwangsweise Smoker, Gas- oder Kugelgrill braucht, sondern nur etwas Geduld, beweist die Frau am Grill mit ihrem Roastbeef.

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Wesentliche Kaufkriterien – Grilltradition oder Moderne?

Bevor Du Dir über Material und Größe den Kopf zerbrichst, solltest Du entscheiden, welche Art von Schwenkgrill Deinen Ansprüchen gerecht wird. Die Auswahl reicht vom klassischen Dreibeinschwenker bis zum luxuriösen Schwenkplatz. Namhafte Hersteller sind beispielsweise Thüros, Schickling Grills, Enders, Landmann und Barbecook. Um einen Eindruck zu vermitteln, gehen wir auf individuelle Varianten der beiden Schwenkgrill-Arten ein:

  • Dreibeingrill als Platzwunder

Drei Standfüße sind hier namensgebend. Einen robusten Edelstahlschwenkgrill zur Befeuerung mit Grillkohle liefert Landmann. Zum Platzieren des Brennmaterials wird eine Grillschale mit Tragegriffen unter dem hängenden Grillrost aufgestellt. Eine andere Art von Dreifuß-Gestell liefert Barbecook mit dem Modell Junko. Eine formschöne Feuerschale bietet mit stabiler Platte Standfestigkeit und reichlich Platz für Brennmaterial. Aufhängeketten und ein Flaschenzug mit Hebevorrichtung und Umlenkrolle gewährleisten sicheren Halt für den voll bestückten Grillrost. Dessen Höhe lässt sich mit einem Hebel komfortabel einstellen. Um die Zubereitungsmöglichkeiten zu maximieren, kannst Du Dutch Oven, Grillpfanne oder Wok ergänzen und wie den Rost aufhängen.

Der Schwenkgrill von Farmcook wird hingegen ohne Feuerschale geliefert. Lediglich Gestell, Rost und Kette sind im Set enthalten. Ideal, wenn Du schon eine Feuerschale zuhause hast und ihr eine Grillfunktion verpassen oder ganz archaisch am Lagerfeuer grillen willst. Das Besondere sind dekorativ geformte Stahlrohre. Sie verleihen jedem Schwenker-Event Charme.

Du brauchst einen mobilen Schwenkgrill für unterwegs? Ein klappbares Gestell mit Teleskopstandrohren und Einrastfunktionen ist fix unter den Arm geklemmt und in Sekunden aufgebaut. Je platzsparender das Packmaß durch ausgeklügelte Klappmechanismen, desto höher die Flexibilität.

Nachteil am Dreibeingrill: Er nimmt aufgrund des Gestells relativ viel Bodenfläche in Anspruch. Zudem können die Beine in engen Gärten oder bei Grillfesten mit vielen Menschen riskante Stolperfallen darstellen. Da manche Gestänge heiß werden, ist besonders bei Kindern Vorsicht geboten.

  • Galgenschwenkgrills (Einbein)

Beim einbeinigen Schwenkgrill entfallen zwei Beine, wodurch Du mehr Bewegungsfreiraum hast und hinsichtlich Pendelbewegung beim Schwenken flexibler bist. Allerdings braucht es bei Grills mit einfachem Standfuß ein Gegengewicht, was in der Praxis umständlich sein kann. Andere Galgenschwenker sind kompakter aufgebaut: Die Basis bildet eine runde oder quadratische Feuerwanne mit integriertem Galgen. Ist er abnehmbar, kannst Du die Feuerwanne als Feuerschale ohne Grillfunktion verwenden. Ideal, um im Garten oder auf Terrassen ein stimmungsvolles Feuer zu machen.

Als repräsentative Beispiele für Galgenschwenker dienen der Landmann Schwenkgrill Geos in der hochwertigen Edelstahlausführung mit emaillierter Feuerschale und der XXL Schwenkgrill von KIUG. Beim Landmann gelingt die Höhenregulierung des Rosts mit einem ergonomischen Griff und einer durch den Rundbogen geführten Kette. Einzelteile werden mit Flügelschrauben in wenigen Minuten zusammengebaut. Eine Ablagefläche schafft beim Grillen Stauraum. Anschließend kannst Du sie abnehmen und umgedreht als Abdeckung zum Schutz vor Nässe und Schmutz von Feuerschale und Grillrost nutzen. Beim KIUG Grill Linus befindet sich am abnehmbaren Galgen eine Kurbel, um den Seilzug in Bewegung zu setzen.

Sind Galgen schwenkbar, musst Du sie nicht abnehmen, um die Grillfläche zur Seite zu manövrieren. So kannst Du geschützt vor Hitze Brennmaterial nachlegen oder fertiges Grillgut für Gäste zugänglich machen. Allerdings ist eine Arretierung wichtig, damit der Schwenkgalgen nicht ungewollt wandert.
  • Hohe Einbein Schwenkgrills

Ähnlich wie bei Grillwagen befindet sich die Hitzequelle von Schwenkgrills mit Galgen und rückengerechter Feuerschale nicht in Bodennähe, sondern deutlich erhöht, um das Bücken zu vermeiden. Dementsprechend hoch hängt der Grillrost. Fahrbare Gestelle mit Rollen kannst Du bequem von A nach B transportieren. Musst Du den schweren Grill tragen, ist es vorbei mit der rückenfreundlichen Ausstattung. Bekommt Dein Schwenkgrill einen festen Platz, sind Räder optional. Teilweise lassen sich Galgen abnehmen und durch eine Rotisserie (Drehspieß) ersetzen. Am besten mit Motor für maximalen Komfort. Fehlt die Motorisierung, musst Du Spanferkel und Spießbraten von Hand drehen.

Manchen Galgengrills mangelt es an einer konstruktionstechnischen Ausladung. Die Folge: Der Abstand zwischen Grillrost und Galgen reicht nicht, um die Grillfläche in alle Richtungen gleichmäßig schwenken zu lassen.
  • Grillgalgen

Du besitzt bereits eine Feuerschale oder willst am Lagerfeuer schwenken? Dann sind Grillgalgen die Lösung: Einarmige Konstruktionen, an der ein Grillrost herunterhängt. Grillgalgen werden einfach an gewünschter Stelle im Boden versenkt, fertig ist die Grillstelle! Achte darauf, dass der Galgen lang genug ist! Ansonsten verschwindet ein Großteil im Boden und die Gesamthöhe des Schwenkgrills schrumpft. Grillgalgen zum Einbetonieren sind extrem stabil, aber wenig flexibel. Das solltest Du bei der Anschaffung bedenken.

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Stabilität und Langlebigkeit

Wenn ein Galgenschwenkgrill kippt oder ein Dreibeinschwenker auf wackeligen Beinen steht, drohen Unfälle. Der Verlust von Essen, das ins Feuer plumpst, ist dann das geringste Übel. Potenzielle Verbrennungen sind ein überzeugender Grund, der für hochwertige Schwenkgrills spricht. Achte deshalb beim Kauf auf einen sicheren Stand! Bauteile können verschweißt, gesteckt oder verschraubt sein. Jede Befestigungsmethode hat aufgrund verschiedener Ansprüche ihre Daseinsberechtigung, solang sie zuverlässige Verbindungen ermöglicht.

Gute Dreibeingrills sind wegen ihres mittigen Schwerpunkts weniger kippanfällig als günstige Galgengrills ohne Stabilisierung. Die Beine sind zum Teil spitzzulaufend, um sie in Rasen oder Erde zu drücken. Andere stehen mit Unterlegscheiben wackelfrei auf harten Untergründen wie Asphalt oder Terrassenplatten. Galgengrills mit Standfuß brauchen ausreichend Traglast, weil bei Überlastung Kippgefahr besteht. Je größer die Grillfläche, desto schwerer der beladene Grillrost. Abhilfe schaffen standsichere Grillstationen und Galgen zum Einbetonieren.

Willst Du Schwenkgrills bei Regen nicht abbauen, ist wetterfestes Material elementar. Größtmögliche Wetterbeständigkeit und Langlebigkeit versprechen Schwenkgrills aus rostfreiem Edelstahl mit Materialstärken ab vier bis fünf Millimeter. Sie sind strapazierfähiger als Alternativen aus Stahlblech, jedoch auch teurer und schwerer. Zum Vergleich: Ein einfacher Dreibeiner mit Stahlrohrgestell kann unter sieben Kilogramm wiegen, ein massiver Premium Schwenkgrill über 80 Kilogramm.

Gängige Materialien:

  • erste Wahl: rostfreier V2A Edelstahl (mehr dazu hier)
  • Aluminium (leichter als Stahl)
  • pulverbeschichteter Stahl (günstiger als Edelstahl, weniger solide)
  • verchromter Stahl (billig, aber anfällig)
  • lackierter Stahl (z. B. für schwarze Feuerschalen)
  • emaillierte Oberflächen (schnitt-/kratzfest, Beschichtung kann abplatzen)
  • Edelstahlketten & Stahlseil als Grillrost-Aufhängung (statt verzinkt)

Leg auch bei Kleinteilen wie Kurbeln und Schrauben auf hochwertiges Material Wert!

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Komfort und Funktionalität

Wie komfortabel die Bedienung von Schwenkgrills ist, hängt entscheidend davon ab, wie der Grillrost in Rotation gebracht wird. Kugelgelagerte Seil- beziehungsweise Kettenwirbel verhindern das Verheddern von Aufhängungen und fördern langes Rotieren. Nach dem Anschubsen des Rosts sorgt der Seilwirbel für mehrere Minuten Bewegung, sodass Du Zeit zum Plaudern mit Gästen hast. Kugelgelagerte Drehwirbel aus Edelstahl mit hoher Belastbarkeit sind sehr gefragt. Laut Tests und Erfahrungen einiger Bastler taugen viele billige Alternativen aus dem Baumarkt nichts. Das patentierte Produkt der Schneider Metall GmbH aus Rheinland-Pfalz schafft etwa acht Minuten:

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Gleichzeitig beeinflusst die Art der Höhenverstellung den Komfort. Kurbeln werden für ihre bequeme Handhabung geschätzt. Günstiger sind Lösungen wie stufenlose Klemmfeststeller, manuelle Kettenzüge und leichtgängige Seilzüge. Außerdem:

  • Bei Schwenkgrills mit Feuerwannen ist eine Ascheschublade empfehlenswert, damit Du Asche nicht mühsam aus der Feuerstelle fegen musst, sondern kinderleicht entnehmen und entsorgen kannst.
  • Ein seitlicher Ablagetisch und Ablagen zum Verstauen von Kohle, Holzscheite oder Anzündkamin sind sinnvolle Ergänzungen. Einsteckbare Beistelltische dienen als Ablagefläche für Grillteller, Bier und Gewürze.
  • Du grillst gern spät abends? Dann sind Schwenkgrills mit Beleuchtung ein Segen. Das Leuchtmittel sollte verstellbar sein, um die Neigung zu ändern und Licht bedarfsgerecht auszurichten.

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Wie viel Grillfläche darf es sein?

Schwenkgrill Grillroste sind meist rund, selten eckig. Typische Durchmesser sind 45, 50, 60, 70, 80, 90 und 100 Zentimeter. Willst Du für alles gewappnet sein, nimm einen Grillrost mit Minimum 70 Zentimeter. Bei dieser Fläche bekommst Du zehn Esser gleichzeitig satt.

Bedenk beim Grillkauf, dass der Durchmesser der Grillfläche beschränkt ist. Ob dreibeiniger Schwenkgrill oder Galgengrill mit Schwenkarm. Um künftig flexibel zu bleiben, brauchst Du Spielraum. Großzügige Konstruktionen lassen Grillrostdurchmesser von 110 Zentimetern und mehr zu. Ebenso wichtig:

  • Insbesondere Rostbratwürste machen beim Schwenken schnell den Abflug. Grillroste mit Rand, oft Sicherungsrand oder Reling genannt, hindern Grillgut daran, sich ins Feuer zu verabschieden.
  • Neben Varianten an der Kette kannst Du Grillroste am Stab kaufen. Die Mittelstabaufhängung ist immer dann ratsam, wenn Du Dir mehr Stabilität wünschst und Ketten beim Schwenken stören.
  • Hat der Grillrost einen kleineren Durchmesser als die Feuerschale, lässt er sich bei wenig Glut in die Schale absenken sowie darin lagern.
  • Allerdings sollte die Größe von Feuerstelle und Rost für gleichmäßiges Erhitzen ungefähr übereinstimmen.
  • Einige Hersteller statten große Grillroste, die nicht komplett in die Spülmaschine passen, für eine unkomplizierte Reinigung mit abnehmbaren Stäben aus.
  • In der Kategorie Grillroste und Grillrostreinigung findest Du ergänzende Informationen zu Qualitätsunterschieden und Pflege.

Azubis der saarländischen Saarstahl AG haben 2010 einen Riesen-Schwenker gebaut und sich gemeinsam mit der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde gesichert. Das eindrucksvolle Grillgerät brachte es auf 30 Quadratmeter Grillfläche und bot Platz für über 2.600 Schwenker (Steaks).

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Grillzubehör – schwenken, drehen und ausprobieren

Schwenkgrills können weitaus mehr als Schwenken. Mit geeignetem Zubehör kannst Du grillen, kochen, braten, schmoren und Dich kulinarisch austoben.

  • Grillen à la Plancha? Passgenaue Grillplatten lassen sich schnell auflegen, um nach spanischem Vorbild Mahlzeiten zuzubereiten. Optimal sind Produkte mit vorgebohrten Löchern zum Fixieren an der Kettenaufhängung. Dann kann nichts mehr verrutschen.
  • Mit Schwenkpfanne kochst Du Paella, Speckeier und viele andere Leckereien auf dem Schwenkgrill. Wie an der Landmann Grillpfanne erkennbar, gibt es auch hier Modelle mit Aussparungen zum Einhängen.
  • Für Suppen und Chili con Carne bieten sich Dutch Oven, Gulaschtöpfe und Biwak-Töpfe (Biwak=Outdoor-Lager) an.

Funktionales ist ebenso vertreten:

  • Highlight: Der Schwenkerlator für Stabroste, den wir bei Saarland-Grillgeräte entdeckt haben, einer saarländischen Grillmanufaktur. Aufsteigende Wärme setzt eine Art Ventilator in Gang, um die Rotationsbewegung des Grillrosts zu verlängern.
  • Warmhalterost: Darauf kannst Du verzehrfertiges Grillgut bis zum Servieren parken oder Fleisch ruhen lassen. Er wird oberhalb des Kettenrosts angebracht. Warmhalteroste für Schwenkgrills sind vorwiegend rund, aber auch dreieckig. Häufig universell einsetzbar.
  • Haken: Durch Hakenleisten zum Fixieren am Schwenkgrill bekommen Grillzange, Grillhandschuhe und Grillbürsten einen festen Platz.

Als Brennmaterial für Schwenkgrills eignen sich Holzkohle, Buchenholz, Birkenholz und das aromatische Holz von Obstbäumen. Wie Du das Feuer entfachst, hier zum Nachlesen.

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Der BBQ.LOVE Preisvergleich

Schlichte Schwenkgrills kosten zwischen 50 und 100 Euro. In der Preisklasse ab circa 150 Euro profitierst Du von mehr Materialstärke, Langlebigkeit und praktischen Extras. Attraktive Schnäppchen ergatterst Du online. Mit unserem Preisvergleich findest Du Favoriten stets zum besten Preis. Egal ob bei Amazon, Hagebau, Obi oder einem anderen Onlinehändler Angebote verfügbar sind. Einfach Produkt aus unserem Arrangement anklicken und gewünschte Auswahl treffen! Der Händler mit Bestpreis führt die Liste an.

Für exklusive Schwenkgrills inklusiv Feuerschale aus dem Fachhandel von Metall- und Stahlbau mit massiver Bauweise und viel Funktionalität musst Du mindestens 300 Euro kalkulieren. Beispielhafte Grillstationen vom Profi mit mehreren Jahren Garantie haben wir unter anderem bei Libatherm und der Ricon Manufaktur für Metallerzeugnisse entdeckt. Viele Serien starten bei 500 Euro. Repräsentative Produkte liegen im vierstelligen Bereich.

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Schwenkgrill selber bauen - für Saarländer eine Frage der Ehre

Saarländer, die den Schwenker als heimischen Identitätsmythos betrachten, schwenken nicht mit einem fertigen Schwenkgrill. Stattdessen wird das traditionelle Grillgerät mit Herzblut aus mehreren Bauteilen zusammengeschweißt, die aus ausgewählten Quellen (Bekannte, Nachbarn und Co.) stammen. Da werden Wäschetrommeln, Zeltstangen, Balkongeländer und ähnliche Kuriositäten kurzerhand umfunktioniert und keine Mühen gescheut.

Für Qualitätsliebhaber ist V2A-Stahl ein Muss. Grillmanufakturen und Stahl- beziehungsweise Metallbauer verkaufen für Schwenkgrills Marke Eigenbau hochwertige Einzelkomponenten. Ob Grillgalgen mit Bodenhülse zum Betonieren, vorgefertigte Knotenpunkte für Stative als steckbare Verbindungen, Kettensätze mit 3-Kettenrost oder spezielles Befestigungsmaterial. Wie die folgenden Bauanleitungen beweisen, kennt der Einfallsreichtum der Bauherren keine Grenzen:

Schwenkgrill mit Galgen

Rainer hat einen Schwenkgrill mit Galgen gebaut und gewährt im DIY-Video Einblicke in seine Animateur-Schweißarbeit:

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Auf der Suche nach kippsicheren Galgengrills sind wir auf Bausätze für Gabionen Grills gestoßen. Das Gestell des Galgenschwenkgrills wird vom Grundgerüst aus Stahlgitter beschwert, das mit Steinen gefüllt ist. Mit durchdachter Vorbereitung könnte das eine Idee zum Selberbauen sein.

Schwenkgrill aus Holz bauen

Dass für einen selbst gemachten Schwenkgrill keine aufwändige Metallkonstruktion nötig ist, zeigen „Die Schildmacher“ mit Beil und Geschicklichkeit. Sie basteln aus starken Ästen einen Dreibein für authentisches Lagerfeuerambiente:

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Der selbst gebaute Schwenkgrill von Taunus Adventure besteht ebenfalls aus Holz, bietet aber im Vergleich mehr Komfort. Der Bushcrafter zeigt unterhaltsam, wie er mit Paracord (dünnes Kernmantelseil aus Nylon) und Karabinerhaken eine ordentliche Verbindung inklusiv Höhenverstellung kreiert:

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Schwenkbraten-Rezept von Johnny!

Zum Abschluss ein Rezept aus der legendären Grillshow für leckere Schweinenackensteaks vom Schwenkgrill:

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Im Video ist übrigens ein Schwenkrad zu sehen. Es spielt auf die alten Wagenräder an, die früher zum Bau von Schwenkgrills verwendet wurden. Über den tatsächlichen Ursprung des Schwenkens wird vielerorts diskutiert. Einige behaupten, dass die kulinarische Tradition nicht aus dem Saarland, sondern Rheinland-Pfalz stammt. Fest steht, dass der Brauch in Saarland, Pfalz und Hunsrück zelebriert wird.

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