Dieser Grill passt zu dir!

Die Zeit ist reif

… ein neues Grillgerät muss her! Wenn dein zweiter Vorname nicht „Grillprofi“ lautet und du eigentlich keine Ahnung von Grills hast, verraten wir dir, welcher Grill am besten zu dir passt!

Wusstest du, dass sich die Deutschen im Durchschnitt alle zweieinhalb Jahre ein neues Grillgerät kaufen? Etwa 47 Prozent suchen den heimischen Baumarkt auf, um dort durchschnittlich 248 Euro auszugeben. Wenn du ein Durchschnittsgriller bist, dann ist die Wahl ganz einfach: hierzulande verwenden 73 Prozent einen Holzkohle-Kugelgrill.

Weil die Frage nach einem neuen Grill jedoch nicht immer so einfach und schnell zu beantworten ist, solltest du diesen Ratgeber lieber bis zum Ende lesen.

Der eigene Anspruch

Knapp 80 Prozent der Deutschen grillen durchschnittlich etwas mehr als anderthalbmal im Monat. Dies zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage von idealo und SSI – Survey Sampling International.

Du solltest für dich klären, welche Ansprüche du als Griller an dein Grillgerät stellst und dir ein ungefähres Budget setzen. Die Preise von Grills reichen von unter 20 Euro bis zu weit mehr 1.000 Euro. Knapp zwei Prozent der Deutschen BBQ-Fans zieren ihren Balkon, die Terrasse oder den Garten mit einem teuren Luxusgrill, die Low-Cost Fraktion liegt bei drei Prozent.

Kohle, Gas oder Elektro?

Wie bereits erwähnt, erfreuen sich Holzkohlegrills in Deutschland größter Beliebtheit. Jedoch sind auch Gasgrills immer mehr im Kommen. Entgegen landläufiger Meinungen sind Elektrogrills zwar verpönt, jedoch nutzen immerhin 12 Prozent der Deutschen diese Grillmethode. Dabei handelt es sich  meistens nicht um den einfachen Tischgrill.

Der Holzkohlegrill

Sehr viele Menschen verbinden Grillen mit Glut, Feuer, Rauch und Qualm. Es ist das Ursprüngliche, was diesen Reiz der Speisenzubereitung über offenem Feuer ausmacht. Holzkohlegrills begeistern durch ein optimales Grillerlebnis. Mit einem Kugelgrill ist es sogar möglich, nicht nur mit direkter Hitze, sondern auch mit indirekter Hitze zu grillen.

Jedoch sollte man auch die Nachteile nicht verschweigen. Die Vorbereitungszeit eines Holzkohlegrills liegt bei knapp 30 Minuten, bis die Kohle ordentlich durchgeglüht ist. Sind viele Gäste zu verköstigen oder dauert der Grillabend einmal länger, muss öfters Kohle nachgelegt werden – nicht immer eine saubere Angelegenheit.

In vielen Wohngegenden haben Mieter bei der Nutzung eines Holzkohlegrills schlechte Karten. Zwar gibt es hier keine einheitliche, gesetzliche Regelung, jedoch ist der Betrieb eines Holzkohlegrills auf Balkonen meistens durch die Hausordnung oder den Mietvertrag untersagt.

Der Gasgrill

Der Gasgrill wird in Deutschland immer beliebter: etwa 12 Prozent der Hobbygriller und Grillprofis nutzen ihn bereits. Auch hier gibt es Modelle für direktes und indirektes Grillen. Zwar bietet auch diese Grillmethode das Flair des offenen Feuers, jedoch verursacht ein Gasgrill viel weniger Schmutz. Verbrannte Kohle und Asche gehören damit der Vergangenheit an. Komfortabel ist auch die konstante Temperatur, die sich permanent und stufenlos regeln lässt. Ein Großteil der Gasgrills besitzt außerdem Auffangschalen für Fett und Bratensaft, so dass nichts verbrennen kann und keine schädlichen Dämpfe entstehen.

Viele halten die Handhabung und die Lagerung der Gasflaschen für einen Nachteil. Gasflaschen sind nicht so einfach zu bekommen wie ein Sack Holzkohle. Zudem darf im Grillbetrieb unter dem Grill nur eine Gasflasche von maximal acht Kilo gelagert werden. Größere Flaschen müssen außerhalb des Grills gelagert werden.

Auch der Preis schreckt manche Grillanfänger ab. Grillkomfort ist eben nicht billig. Hier müssen Griller für ein qualitativ hochwertiges Gasgrillgerät etwas tiefer in die Tasche greifen, als für einen vergleichbaren Holzkohlegrill.

Der Elektrogrill

Manche behaupten, dass der Umgang mit einem Elektrogrill nicht als „Grillen“, sondern eher als „Aufwärmen“ zu bezeichnen ist. Das sehen immerhin 12 Prozent der Deutschen Griller anders. Elektrogrills sind nahezu in jeder Hausordnung oder in jedem Mietvertrag erlaubt und somit eine echte Alternative für den Balkon. Rauchbelästigung gibt es nicht.

Die Vorbereitungszeit und die Zeit für die Reinigung belaufen sich auf ein Minimum. Einfach den Stecker in die Steckdose stecken und los geht es. Solltest du dir überlegen, einen Elektrogrill anzuschaffen, dann sollte auch dieser unbedingt mit einem Deckel ausgestattet sein.

Zwar bieten Elektrogrills über die gesamte Grillfläche eine gleichmäßige Temperatur, indirektes Grillen ist jedoch mit nahezu keinem Gerät möglich. Auch erinnern die glühenden Heizspiralen kaum an ein richtiges Grillabenteuer.

Wie groß sollte ein Grill sein?

Die optimale Größe eines Grills hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Anzahl der zu beköstigenden Personen
  • Grillmethode (direkt oder indirekt)
  • Grillgut und Zubereitung

Mit dieser Tabelle möchten wir dir einen kleinen Anhaltspunkt geben:

PersonenGasgrillHolzkohle-/Elektrogrill
1 bis 42 Brenner> 47 Zentimeter Durchmesser
4 bis 64 Brenner> 57 Zentimeter Durchmesser
6 bis 106 Brenner> 67 Zentimeter Durchmesser

Diese Angaben sind natürlich Durchschnittswerte. Solltest du ausschließlich Würstchen grillen wollen und keine Steaks oder ähnliches, reicht auch eine kleinere Grillfläche aus.

Anders sieht es bei dem Wunsch nach mehreren Temperaturzonen aus. Möchtest du beispielsweise neben einer sehr heißen Zone noch eine Zone mit mittlerer Temperatur, eine Zone mit indirekter Hitze und einen Warmhaltebereich schaffen, benötigst du ein Profigerät mit deutlich mehr Platz auf dem Rost.

Der Faktor Mobilität

Bei der Kaufentscheidung für den optimalen Grill solltest du die Mobilität berücksichtigen. Wenn du wahlweise im ersten Stock auf dem Balkon und im Garten grillen möchtest, müssen das Gewicht und die Maße deines neuen Grillgeräts händelbar sein. Das gleiche gilt, wenn du eher ein Hobby-Outdoor-Griller bist, der Parks und öffentliche Wiesen bevorzugt.

Fazit

Beim Kauf eines Grills gibt es verschiedene Faktoren zu beachten. Selbstverständlich kannst du es wie die Hälfte der Deutschen Griller machen und einfach in den Baumarkt rennen, um dir irgendein Angebotsmodell kaufen. Ob du als BBQ-Liebhaber damit allerdings glücklich wirst, ist zu bezweifeln. Am besten wägst du alle Vor- und Nachteile der verschiedenen Grilltypen und -methoden miteinander ab und entscheidest dann zusammen mit deinen Grillfreunden. Diese profitieren ja auch von deinem neuen Grill.

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