Dutch Oven

Schwarz und schwer stapeln sich bei wahren Outdoor-Enthusiasten die sogenannten Black Pots, oder Dutch Oven. Wer einmal angefangen hat mit dem DOpfen, der hört meist nicht wieder damit auf. Zurecht. Denn die Vielseitigkeit der gusseisernen Töpfe überzeugt. Man kann mit ihnen kochen, braten, backen, räuchern und natürlich schmoren. Traditionell verwendet man ihn über offenen Feuer oder mit glühenden Kohlen. Zum Erzeugen von Ober- und Unterhitze, wird der Dutch Oven direkt auf die glühenden Kohlen gestellt und zudem noch mit Kohlen bedeckt. Anfänger sind oft erstaunt, mit wie wenig Kohlen man so einen Dutch Oven befeuern kann. Die verschiedenen Hersteller geben oft Richtwerte heraus, aber mit ein bisschen Übung beim DOpfen bekommt man sehr schnell ein gutes Gefühl für die richtige Menge Kohlen.

Die Qual der Wahl: Was suchst Du?

Was für ein Produkt?

Anfänger oder Profi?

Welche Art Grill darf es sein?

Bevorzugte Grillart?

Wie mobil möchtest Du sein?

Wie groß darf er werden?

Bestimmte Marke im Kopf?

Ansprüche an den Rost?

Darf es rauchen?

Anfänger oder Profi?

Etwas Konkretes?

Kohle ist nicht gleich Kohle?

Was soll gereignigt werden?

Bestimmte Marke im Kopf?

Lektüre welcher Art?

Einen Buchwunsch?

Bestimmter Autor im Kopf?

Magazin welcher Art?

Anfänger- oder Profi-Lektüre?

Was soll auf den Grill?

Welches Geflügel?

Welches Gemüse?

Welches Obst?

Welches Rind?

Welches Schwein?

Welches Wild?

Welcher Fisch?

Welche Wurst?

Gewünschte Haltbarkeit?

Bevorzugte Herkunft?

Wie hergestellt?

Existiert eine Unverträglichkeit?

Wie viel möchtest Du ausgeben?

Was ist ein Dutch Oven und warum brauch ich das?

Der Dutch Oven besteht aus Gusseisen, ist dickwandig und verfügt in seiner traditionellen Form über drei Füße. Ein klassisches Beispiel ist der Dutch Oven von BBQ-Toro. Bereits im 18. Jahrhundert wurde das Kochgefäß in Australien und den USA verwendet, um am offenen Feuer zu kochen. Herdstellen oder Backöfen, wie wir sie heute gewohnt sind, gab es dort damals nicht. Bis ins 16. Jahrhundert reicht die Geschichte der Black Pots, auch Potjie (Südafrika) genannt, zurück. Die Bauweise hat sich gegenüber den ursprünglichen Varianten nur wenig verändert. Dreibeinige Produkte werden nach wie vor verkauft. Es gibt allerdings Alternativen ohne, welche häufig als Küchen-Dutch-Oven betitelt sind. Sie lassen sich mit einem schweren Bräter vergleichen und auf dem Herd sowie im Backofen platzieren.

Qualitätshersteller Petromax nennt seine Black Pots „Feuertopf“, kurz ft. Die Bezeichnung wird in der BBQ-Szene als Synonym für Dutch Oven verwendet. In unserer Kategorie über Petromax präsentieren wir eine übersichtliche Tabelle mit allen Feuertöpfen, von ft1 mit 1,1 Liter bis ft12 mit 17,3 Liter für mehr als 20 Personen.

Was lässt sich darin zubereiten?

Du bist von der rustikalen Zubereitung am Lagerfeuer oder Grill begeistert und magst feine Suppen, Eintöpfe, Geschmortes oder butterweiches Pulled Pork? Dann wirst Du Dutch Ovens lieben. Darin kochst Du unwiderstehliche Spezialitäten, ohne auf Schnick Schnack angewiesen zu sein. Typische Dutch Oven Gerichte sind Chili con Carne, Gulasch, amerikanischer Rindfleischeintopf und Schichtfleisch. Aber auch Brot, Milchreis, Aufläufe, Spaghetti Bolognese, Kuchen und viele andere Leckereien gelingen spielend, sodass Du von einer immensen Vielfalt profitierst. Wer einen Dutch Oven hat, kann sich entspannt zurücklehnen und erzielt mit wenig Aufwand jede Menge Genuss. Wenn das kein Kaufargument ist.

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Funktion: Wie wird ein Dutch Oven verwendet?

Du wirst überrascht sein, wie einfach die Zubereitung ist. Zunächst werden Kohlen erhitzt, die Du anschließend unter dem Topf sowie auf dem Deckel platzierst. Profis empfehlen hochwertige Briketts, weil sie sich bequemer portionieren lassen, gleichmäßiger Hitze abgeben und länger glühen. Da Gusseisen über hervorragende Wärmespeicherfähigkeiten verfügt, gibt der Topf diese Hitze ebenso gleichmäßig und lang an den Inhalt ab. Das Erhitzen erfolgt schonend, was Nährstoffe und Aromen schützt. Das Ergebnis sind gesunde und schmackhafte Menüs. Den Dutch Oven kannst Du auf dem Gasgrill, Holzkohlegrill und am offenen Feuern einsetzen. Mit Briketts erzielst Du die besten Ergebnisse.

Mit einem Rechaud (Tischkocher) kannst Du in der Wohnung ein Käsefondue im Dutch Oven zubereiten.

Tipps zur Verwendung

  • Kochgefäß nie länger leer auf heißen Kohlen stehen lassen!
  • Deckel nur öffnen, wenn es sein muss, weil der Wasserdampf im Inneren das Verbrennen der Speisen verhindert. Fleisch bleibt so super saftig.
  • Wie viele Briketts Du brauchst, hängt von Zutaten, Menge, Luftfeuchtigkeit und Außentemperatur ab. Als Orientierung empfehlen wir rund 24 Briketts für einen Gusstopf mit acht Liter Fassungsvermögen und etwa 28 Stück bei einem Volumen von zehn Litern.
  • Nimm zu Beginn weniger Briketts und leg bei Bedarf nach!

Erfahre hier, wie Du Briketts bedarfsgerecht platzierst:

Suppe / Eintopf: 1/3 auf dem Deckel, 2/3 unter dem Topf.
Braten / Schmorgerichte: Hälfte auf dem Deckel, andere Hälfte unter dem Topf.
Brot / Kuchen: 2/3 auf dem Deckel, 1/3 unter dem Topf.

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Was hat es mit dem „Einbrennen“ auf sich?

Ob Du einen Dutch Oven einbrennen musst, hängt vom Hersteller ab. Glücklicherweise übernehmen viele Anbieter (Petromax, Camp Chef, Lodge) diese Aufgabe, sodass Du ohne Vorbereitung loslegen kannst. Wenn nicht, musst Du das vor der ersten Verwendung des Topfes nachholen. Das Einbrennen beugt dem Rosten der gusseisernen Oberflächen vor. Durch starkes Erhitzen entsteht eine Patina, die dem Dutch Oven eine unbezahlbare Antihaftbeschichtung verpasst. Sollte das Kochgefäß Korrosion aufweisen oder sich die Patina punktuell lösen, wird der Vorgang wiederholt, um die Mängel zu beheben.

Wir erklären die Vorgehensweise:

  • Hat ein Hersteller seinen Dutch Oven mit Schutzschicht versehen, wird diese mit heißem Wasser entfernt.
  • Gründlich trocknen lassen!
  • Topf mit Rapsöl einpinseln und mit der Öffnung nach unten auf den Rost eines Kugelgrills legen. Deckel danebenlegen, Grill schließen und rund eine Stunde bei 200°C (15-20 Minuten bei 350°C) einbrennen. Das Einbrennen im Backofen ist möglich, aufgrund der teilweise enormen Rauchentwicklung aber nicht ratsam.

Nach der Prozedur ist im Idealfall eine dunkle Patina erkennbar. Falls nicht, alles wiederholen. Durch die ständige Nutzung des Topfs dunkelt er nach, bis er bald rabenschwarz ist. Die dank Hitze und Fett erzeugte Patina frischt sich beim Kochen selbstständig auf.

Verzichte bei neuen Produkten am Anfang auf säurehaltige Speisen (z.B. Sauerkraut oder Essig)!

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Worauf Du beim Kauf achten solltest

Möchtest Du einen Dutch Oven kaufen, ist zunächst die Größe wichtig. Kochst Du vorwiegend für zwei Personen oder die Großfamilie? Abhängig von Deinem üblichen Bedarf, solltest Du auf ein ausreichendes Fassungsvermögen wertlegen. Als Faustregel gilt: Pro Person ein Liter Topfinhalt. Wer nur selten größere Personenzahlen bedient, braucht keinen übergroßen Dutch Oven kaufen. Die Größe wäre unnötig und im Alltag umständlich.

Die Topfgröße kann in Zoll angegeben sein, was etwas verwirrend ist. Als grobe Hilfestellung: Ein 10 Zoll Dutch Oven fasst etwa vier bis fünf Liter, ein 16 Zoll Modell rund zwölf Liter. Du bist über den Begriff „Quart“ (US-amerikanische Quarte) gestolpert? Ein Quart sind rund 0,95 Liter.

Weitere Tipps:

  • Achte auf gleichmäßig dicke Topfwände!
  • Stabile Griffe sind ein Muss.
  • Ein Rand am Deckel verhindert das Herunterfallen von Briketts.
  • Der Deckel sollte, wie der Topf, massiv und schwer sein sowie perfekt passen. Hier darf nichts wackeln, um den Dampf innen zu halten und einen ähnlichen Zustand zu erreichen, wie beim Dampfkochtopf.
  • Manche Deckel sind umgedreht als Pfannen verwendbar.
  • Standfüße sind am offenen Feuer wichtig.
  • Hohe, eckige Produkte eignen sich für Kastenbrot und Kuchen.

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