Nachhaltig grillen (4): Der Fisch

Fisch aus zertifizierten Quellen

Nicht nur Landwirbeltiere müssen in der Massentierhaltung für unseren Grillgenuss leiden. Auch bei Fisch gibt es Missstände, die Du nicht akzeptieren solltest. Das fängt bei riesigen Mengen Antibiotika an, die in Aquakulturen zum Einsatz kommen und hört bei Haien und Delfinen, die als Beifang in Netzen der konventionellen Fischerei landen, leider nicht auf. Wie wir in unserer Rubrik zum Fisch grillen bereits erläutert haben, wird derzeit beispielsweise vom Verzehr von Aal vollständig abgeraten. Egal ob Wildfang oder Zuchtaal. Die globalen Bestände sind kritisch. Ebenfalls vom Speiseplan streichen, solltest Du laut Einkaufsratgeber von Greenpeace und WWF Alaska-Seelachs, Rotbarsch, Makrele, Kaiserbarsch, Papageifisch, Rochen und Wittling. Bei beliebten Arten wie Dorade (Goldbrasse), Flunder, Forelle und Nordseegarnele sieht es nicht viel besser aus.

Gütesiegel und unabhängige Einkaufsratgeber

Viele Arten sind maßlos überfischt, viele Zucht- und Fangmethoden äußerst fragwürdig. Wer Fisch nachhaltig grillen möchte, darf sich nicht auf empfohlene Fischarten verlassen, sondern muss auf eine verantwortungsvolle Herkunft Wert legen. Fischprodukte mit Siegel von Naturland und Bioland sowie MSC- oder ASC-zertifizierte Waren sind zu bevorzugen. Laut Greenpeace können sich Verbraucher beim Fischkauf aber nicht zu 100 Prozent darauf verlassen, der WWF lehnt vereinzelt MSC-Zertifizierungen ab. Als Orientierungshilfe seien die Gütesiegel aber legitim. Beide Umweltorganisationen haben einen Einkaufsratgeber rund um Fisch und Meeresfrüchte veröffentlicht, der Seafood-Liebhabern als unabhängige Informationsquelle dient. Die Version des WWF kannst Du via App (für Android-Geräte sowie iPhone und iPad) auf Dein Smartphone laden oder direkt als Online-Ausgabe einsehen. Die Greenpeace Variante gibt es als PDF und Applikation für Mobilgeräte. Das Wichtigste auf den Punkt gebracht von Meeresexpertin Dr. Sandra Schöttner:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Generell empfiehlt die Non-Profit-Organisation drei Grundregeln zum Schutz der Meere:

  1. Weniger und bewusster Fisch essen!
  2. Nur Fisch aus nachhaltiger Wildfischerei und Aquakulturen kaufen!
  3. Handel auf überfischte und nicht korrekt gekennzeichnete Fischprodukte aufmerksam machen!

Lies auch unsere weiteren Folgen zum Thema Nachhaltigkeit:
Nachhaltig grillen (1): Der Grill
Nachhaltig grillen (2): Die Kohle
Nachhaltig grillen (3): Das Fleisch
Nachhaltig grillen (5): Das Obst und Gemüse
Nachhaltig grillen (6): Der Müll

BBQ.LOVE durchsuchen…